Dienstag, 6. Dezember 2011

Never mind..

Wir fuhren. Wir fuhren lange, irgendwohin, wo ich nicht wusste wo ich bin. Mein Vater war nicht da und alles war mir fremd. "Was soll das?", fragte ich mich. "Warum bin ich hier und wo ist mein Vater?" Niemand gab mir darauf eine Antwort. Meine Mutter, mein Bruder mein Hund und ich lebten auf einmal in einem neuen Ort, einem neuen Haus. Ich kannte keinen, wusste nicht was ich wo finde. Doch etwas wusste ich: wir wohnten nicht alleine dort. Denn ein Teil des Hauses war eine kleine Wohnung, doch wer da wohnte wiederum wusste ich nicht. Ich hatte ihn nie gesehen, meine Mutter oder mein Brudedr auch nicht.
Jeden Abend ging ich umher, lief durch die Straßen, erkundete mein neues Umfeld, Leute lernte ich nie kennen. Ich ging auch nicht zur Schule, wie lange wusste ich nicht. Es konnte eine Ewigkeit gewesen sein, jedoch auch nur ein paar Wochen.
Jeden Abend kam ich auf''s neue die Einfahrt zu "unserem" Haus hoch und nach einer Weile merkte ich, das derjenige der in der in der Wohnung wohnte, jedes mal dort am Fenster saß und zu mir hinunterguckte und sich hinter dem Vorhang verbarg wenn ich vorbei ging. Zuerst hatte ich Angst das er mir vielleicht was tun würde, doch auch diese verschwand nach einer Weile des beobachtens. Jeden Tag war es das Selbe: Erkunden, nach "Hause" kommen und beobachtet werden. Ich fand sogar langsam gefallen an ihm, auch wenn ich ihn nicht kannte, ich mochte es, das er einfach nur zu mir herab sah.
Doch dann eines Tages waren meine Mutter und mein Bruder nicht da. Dann geschah etwas seltsames. Der Unbekannte kam heraus. Er kam aus seiner Wohnung heraus, in dem Moment als ich den Flur hinunter ging. Als ich ihn sah stand mein Herz still. Für eine kurze Zeit, dann hämmerte es wie verrückt und machte Sprünge. Es war Julian. Julian, der der mir das Herz gebrochen hatte, der mich belogen hatte, von dem ich hoffte, nie wieder etwas zu hören geschweigedenn zu sehen. Aber da stand er, vor mir, betrachtete mich mit den traurigsten und ehrlichsten Augen die ich je gesehen hatte. Er kam auf mich zu und ich stand nur da und wusste nicht wie ich reagieren sollte. Ich stand einfach da und tat nichts. Julian kam immer näher und als er nur noch wenige centimeter von mit entfernt war, roch ich ihn, sah ihn, blickte hoch und sah ihn in seiner Schönheit die nur durch seine zu tiefst traurigen Augen ernüchtert wurde. Sein Blick war so voller Schmerz das es mir das Herz zerriss und ich vergaß was geschehen war. Julian sah anscheinend was in mir vorging..er spürte es, dachte es und umarmte mich. Schloss mich fest in seine Arme und ich fing an zu weinen, lange standen wir so dort und hielten uns gegenseitig fest, bis er die Umarmung löste und mit mir in seine Wohnung ging, wir uns setzten und er anfing zu reden. "Es tut mir so schrecklich leid..es tut mir so verdammt leid was ich dir angetan hab. Ich kann nicht von dir verlangen das du mir verzeihst, doch bitte glaub mir, ich hasse mich selbst dafür was ich dir angetan habe. Ich will nur das du das weißt und das ich jetzt endlich weiß das ich niemand anders als dich will.." Dabei guckte Julian mir tief in die Augen und ich sah, das er es so meinte. Es war sein Ernst und er war so aufrichtig wie kaum jemand sein konnte. Dann nahm er meine Hand und hielt sie fest, fing an zu weinen und wir fielen uns in die Arme...

Dann wachte ich auf. Dachte "Wie weich seine Hand ist..", wollte nach ihr greifen doch da war nichts. Nur mein Kissen. Völlig verwirrt schaute ich mich um. Ich lag in meinem Bett und gleich würde ich aufstehen müssen um mich fertig zu machen. Es war nur ein Traum. Es war alles nur ein Traum. Wie kann das sein? Wie kann man soetwas träumen? Und die wichtigste Frage ist: Warum träumt man soetwas? Warum? Hat man doch noch Gefühle für jemanden? Oder will dein Traum dich fertigmachen? Dir zum nachdenken geben und dir zeigen wie schön es sein könnte um dich dann auf den Boden zu zurückzuschmeißen? Was soll das?! Ich hasse Träume..solche die Erinnerungen hervorrufen die du nicht haben willst. Aber jetzt, wo ich sie habe..da denke ich mir das ich ihn ziemlich geliebt hatte..
Das einzige was ich dir noch sagen will ist das..

Never mind, I'll find someone like you,
I wish nothing but the best for you, too.
Don't forget me, I beg,
I remember you said,
"Sometimes it lasts in love,
But sometimes it hurts instead."

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